| 30.09.2008 |
100 JAHRE ÖSTERREICHSICHE ASTROLOGISCHE GESELLSCHAFT ÖAG Jubiläums - Kongress in Wien im Palais Palffy : 24.9.2008 - 28.9.2008 Wien ist zum internationalen Zentrum für Astrologie geworden, und nicht weniger als 20 Referenten haben
zu einem anregenden Wissensaustausch beigetragen, der für Forschende wie Praktizierende Astrologen eine Bereicherung sein wird. Die ÖAG wurde am 24. 09. 1908, um 20.10 OZ (20.04 MEZ) in Wien, von Karl Brandler - Pracht gegründet und am 24. 09. 2008 begannen um 21 Uhr in Wien die Feierlichkeiten zum 100. Geburtstag. Und nichts bringt uns die Vergangenheit so zurück wie die Musik…
Die Präsidentin der ÖAG und Organisatorin des Kongresses Brigitte Strobele zeigte sich von den Worten des bis in die Gegenwart hineinwirkenden, unvergesslichen Mag. Sándor Belcsák inspiriert, (Präsident des ÖAG von 1977 bis 1999), der die Institution der ÖAG als "Klangkörper" verstand. "Wo die Sprache aufhört, fängt die Musik an" und so wurde die Kammermusikwerkstatt Barbara Rombach engagiert, die ausgewählte Musikstücke zum Thema Kosmos spielte, insbesondere auch das von S. Belcsák getextete "Kosmische Lied", das er als Geschenk für die Welt geschrieben hat. Nach den uns alle belebenden "Happy Birthday Variationen" wurden die weit gereisten Kongressteilnehmer im ¾ Takt (Alles Walzer!) zum Sacher Torten Buffet verführt. Aus allen Himmelsrichtungen reisten international renommierte Astrologen an (Niederlande, Dänemark, Schweiz, Deutschland), um gemeinsam den 100.Geburtstag der Österreichischen Astrologischen Gesellschaft zu feiern und durch interessante Vorträge Anregungen zu geben. Die Einstimmung mit Musik war wohltuend für alle und so wurde mit dieser Empfangsfeier eine gute Verbindung zwischen Vergangenheit und Gegenwart, aber auch im Zwischenmenschlichen für die kommenden Kongresstage geschaffen.
Der Utopist sucht das Paradies, der Realist das Paradies p l u s Schlange!
Problemlösung: von Falle zu Falle MAG. WIM VAN DAM (NL), entwickelte als einer der ersten anspruchsvolle Astrologische Software (seit 1978, "Morinus 2000"). Er brachte Beispiele, anhand derer er zeigen wollte, wie sich Regeln des großen französischen Astrologen Jean Baptiste Morin (17.Jh.), anwenden ließen. Durch die "Interaktion zwischen Zeichen und Häuser" sollten konkrete Ergebnisse erzielt werden, wobei kein Unterschied zwischen Zeichen und Häusern gemacht werden sollte. Diese Vorgangsweise stellte zwei Tage später Rafael Gil Brand in Frage - leider war Wim van Dam zur Diskussionen nicht anwesend.
Wer ein Rätsel gelöst hat, sucht sich ein neues! KARLHEINZ DOTTER, der Leiter des Kepler Institutes für Astrologie in Wien und Entwickler der Software "Urano" und "Urano millennium" startete mit einem Raumschiff in die Mars - Welt, um herauszufinden, ob astrologische Prinzipien universelle Gültigkeit haben, oder ob diese Naturphänomene erdgebunden sind, denn bezogen auf die Quantenphysik bleiben Teilchen synchronistisch verbunden, egal wie weit sie auseinander sind. Des Menschen Seherkunst: Es kann passieren, was will, es gibt immer einen, der es sah! LÀSLÒ R. HOLLÒS (H) befasste sich mit Methoden zur Rekonstruktion des Horoskops, anhand körperlicher Merkmale, an denen der Zodiak abzulesen sei. Ein Zuhörer bittet um astrologische Identifikation seines äußeren Erscheinungsbildes, muss sich jedoch auf ein Seminar vertrösten lassen. Auch wenn an astrologischen Zuordnungen bzgl. Optik etwas Wahres dran sein mag, so einfach wie es uns theoretisch vorgetragen wurde, ist es wie die Praxis zeigte doch nicht.
Aufruf an die Kunstgeschichte, sich mehr für die universelle Sprache der Astrologie zu interessieren!
Wie schaffte es die ÖAG 100 Jahre alt zu werden? BRIGITTE STROBELE, die Präsidentin der ÖAG, und WOLFGANG TOMSITS, Vizepräsident der ÖAG, schilderten in ihrem bilderreichen Vortrag die Höhen und Tiefen der Österreichischen Astrologischen Gesellschaft seit ihrer Entstehung. Ein Interview der Gräfin Wasilko von Axel Corti aus dem Jahre 1960 und schließlich die Stimme von Mag. Sándor Belcsák liessen uns die Bedeutung der ältesten Astrologischen Gesellschaft der Welt nachvollziehen und emotional nachempfinden.
Zur Krönung des 100-jährigen Geburtstages der ÖAG folgten wir der Einladung des Wiener Bürgermeisters ins Wiener Rathaus und wurden in den festlichen Räumen auch kulinarisch aufs Feierlichste verwöhnt.
Ist Schicksal heilbar? Ing. ELISABETH SELZER, die regelmäßig Seminare und Vorträge veranstaltet, zeigte anhand ihrer eigenen Biographie wie bedeutsam der Neumond vor und nach der Geburt auf das Individuelle Entwicklungspotential einwirkt. Zudem würdigte sie die Astrologie als eine Möglichkeit den Plan eines höheren Systems in Ansätzen sehen zu dürfen. Sie betonte, dass wir alle von einem Schicksal getragen werden, auch dann, wenn das die "psychologischen Astrologen" nicht hören wollen!
Es gebe drei Gründe das Geld zu lieben…WOLFGANG SOMARY war aus er Schweiz gekommen, um uns seine Sicht als alt - Privatbankier in Zürich zur "Kosmologie des Geldes" darzulegen. Er fand effektive und berührende Worte und meinte, wenn Geld und Vertrauen nicht übereinstimmen, kommt es zum Verfall dessen, was großen Wert hätte. Eine Wirtschaftskrise ist ein Hinweis auf eine fragwürdige Ethik. Was Kosmologie mit Geld zu tun hätte, unterlegte er mit vielen Beispielen der Weltliteratur. Es gebe der drei Gründe das Geld zu lieben: Freude - Eitelkeit oder - aus einem Mangel an Zuversicht.
Alles hat seine Zeit! Die Präsidentin des OEAV, Mag. MARIA-LUISE MATHIS, die Expertin der Westlichen und Vedischen Astrologie und Leiterein von Astromatis, der Österreichischen Schule für Astrologie ist, zudem als Autorin des viel zitierten "Combinbuches" vielen bekannt ist, will die 222 000 Menschen, die an einem Tag in der Welt geboren werden, durch Geburtszeit und Geburtsort unterschieden wissen. Planeten in Achsenbindung haben Gewicht! Berühmte Persönlichkeiten haben immer Planeten in Achsenbindung, dies haben Biographievergleiche mit Personen, die am selben Tag geboren wurden, jedoch an einem anderen Ort und zu einer anderen Zeit, deutlich gezeigt.
Sich mit Humor über irdische Beschränkungen hinwegsetzen…ERIC WEIL (CH) ist Vorsitzender der "groupement d`astrologie Prévisionelle" in Genf und Herausgeber der Zeitschrift "La Tradition". Er dokumentierte persönliche Erlebnisse astrologisch durch auslösende Aspekte in den Schnittpunkt Tageshoroskopen. Diese Methode sah er nicht als einzige Möglichkeit, und eine Voraussetzung sei auch, dass man wisse, wonach gesucht wird (z.B. nach einem Wespenstich). Er zeigte sich von der Mechanik des Himmels beeindruckt und die Zuhörer von seiner lebhaften Art des Erzählens.
Künftige Ereignisse werfen ihre Schatten voraus…Dr. HARALD THURNHER, 2003/2004 Präsident des ÖAG, erinnerte mit seinen progressiven Neumondstationen daran, wie stark unser Leben an den diesen Mondzyklen abgelesen werden kann. Zirka alle 2 Jahre wechselt der progressive Mond das Zeichen, geachtet soll auf die im Rhythmus des Mondes wechselnden Aspekte werden. Mondphasen seien wie ein Lebensfahrplan, im Alter von 27,5 Jahren haben sie alle Zeichen durchlaufen.
Die Forschung ist immer auf dem Weg, nie am Ziel! Univ. Prof. Dr. HELMUT GRÖSSING, ein Spezialist der Naturwissenschaft - und Technikgeschichte thematisierte die Forschungen von Johannes Kepler und seiner Zeit. Kepler versuchte im Sonnensystem einfache Zahlenverhältnisse zu ergründen und erkannte als erster, dass eine Kraft in der Sonne die geschlossenen Planetenbahnen verursacht. Kepler suchte ein Leben lang nach Gesetzmäßigkeiten, die Einblick in Gottes Schöpfungsplan geben könnten. Mit Kopernikus, Galilei und Newton begründete Kepler die moderne Astronomie.
Oh Du mein Österreich…INGRID GRABMAYR arbeitete seit 1996 intensiv mit S. Belcsák am "Österreich Horoskop" und versuchte uns die Geschichte anhand zahlreicher Horoskope zu erzählen. Ein sehr hypothetischer Ansatz!
Originale sind so selten…ANNE C. SCHNEIDER (D) gründete die DAV - Sektion der Mundan- und Wirtschaftsastrologie. Sie erklärte wie im System der Firdaria Lebensphasen angezeigt werden. Literaturverweise finden sich auf der Website von R. Hand und B. Brady.
Der Sternenhimmel als Heimat der Seele…DIPL. PSYCH. RAFAEL GIL BRAND ist Leiter des Ausbildungszentrums in Hamburg und durch sein "Lehrbuch der klassischen Astrologie" (2000) vielen bekannt. Sein Vortrag befasste sich mit der Frage, ob Siderische Himmelszeichen und tropische Erdhäuser ein Widerspruch oder eine Ergänzung seien? Nach einem geschichts- philosophischen Exkurs ausgehend von Quellen wie die der Upanishaden, die goldenen Verse des Pythagoras, zu neuplatonischen, jüdischen, hermetischen Gedankengut, usw. kam er zur Überzeugung: Mit dem siderischen Tierkreis kann vieles besser gesehen werden, vor allem das, was der Aszendent ausdrückt. Astrologie sollte siderisch verstanden werden!
Das Wesen der Geschichte ist die "Wandlung"…RA. MARGARETHE LAURENT - CUNTZ (D) korrespondierte schon mit Freifrau Dr. Ungern - Sternberg, Familie Ebertin, Edith Wangemann und Edmund Moser. Sie referierte über Astrologie als Zeugnis Gottes, die "astrologia crucis", mit den drei Kreuzen und das vierte als geistige Manifestation der Erlösung im Tierkreis. Das Mandala Tierkreis beinhaltet Gesetze, denen das Sein unterliegt; die Bedeutung der Spiegelpunkte sei groß, in ihnen liege der Schlüssel zum geistigen Lebensauftrag. Ein faszinierender Vortrag!
Neues wird aus zutiefst Bekanntem geschaffen wird…CHRISTOPH ODENDAHL (D) stellt die Forschungen seines Großvaters Stephan A. Lehrrieder auf dem Gebiet der "Multiplen Direktionen" vor, er brachte Fallstudien für Multi 1. Die bekannteste Direktion sei schon der Bibel, bei Ezechiel bzw. Hesekiel, Kap. 4, 4-6 zu entnehmen; diese wird Graddirektion, oder 1 Grad / 1 Jahr Direktion genannt wird, wobei jedes Gestirn pro Jahr um 1 Grad weiter dirigiert wird, was geozentrisch der Sonnenbewegung eines Tages, also einer Erdrotation entspricht. Eine Anregung "Gottes geheime Formel" anzuwenden.
Die "Banditenaspekt" Konstellation! JOHAN HJELMBORG ist aus Dänemark angereist um uns das Konsultationshoroskop, über das er ein Buch veröffentlicht hat, praxisnah vorzustellen. Die gegenwärtige Merkur/ Mars Konjunktion bezeichnete er als "Banditenaspekt". Wichtig sei, dass hinter den gestellten Fragen Zusammenhänge sichtbar werden, besonders spannend ist die Zuordnung der Planeten an Personen.
Die Steigerung von Utopie heißt, Frieden unter den Menschen…Zum Abschluss bestieg LILIANE KOROTIN das Rednerpult. Sie hat die Geschichte des ÖAG seit 1974 miterlebt und mitgeprägt, war sie doch von 1999 bis 2005 (mit kurzer Unterbrechung) Präsidentin des ÖAG. Mit ihrem Beitrag vom "doppelten Wunder von Medjurgorje" spricht sie die Schlussworte zum Jubiläumskongress, der bedeutsam für die Geschichte der Astrologie war und damit ein ERFOLG! Der 100-jährige Jubiläumskongress des ÖAG hat viele Fragen zwischen Traditioneller und Moderner Astrologie aufgeworfen. Durch Beiträge aus unterschiedlichsten Fachrichtungen wurde auf die vielfältigen Anwendungsgebiete der Astrologie hingewiesen. Über diesen Kongress wird mit Sicherheit noch lange geredet werden. Ein himmlisches Dankeschön allen, die dazu beigetragen haben! © Dr. Phil. Edith Altmann
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