13. - 14. 5. 2006
Wieder einmal rückte Bad Kreuznach, das mitteldeutsche Städtchen
an der Nahe, in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. Am 5. Kongress für
Vedische Astrologie trafen sich Referenten aus Indien, Florida, England,
Österreich und Deutschland sowie an die 60 Teilnehmer als Deutschland,
Holland, Schweiz und Österreich, um Ihr Wissen um die vedische Astrologie
zu vertiefen und Forschungsergebnisse auszutauschen.
Im Vorfeld des Kongresses fanden die ersten Prüfungen des Deutschen
Verbandes für Vedische Astrologie statt. Sie beinhaltete das Einreichen
von Fallstudien, eine dreistündige schriftliche Prüfungsarbeit
und ein Prüfungsgespräch mit Vinay Aditya. Zwei Österreicher,
Mag. Silvia Irene Schachner und Mag. Maria Luise Mathis bestanden diese
mit Pravour.
Gudrun Schellenbeck und Nicholas Lewis begrüßten
die Teilnehmer wie immer auf sehr herzliche Art und Weise und zeichneten
die Kandidaten zusammen mit Vinay Aditya durch Überreichung des
begehrenswerten Zertifikats zum/zur "DGVA Geprüften
Vedischen AstrologenIn" aus.
Im Bild (v.l.n.r): Mag. Maria Luise Mathis, Vinay Aditya, Mag. Irene Schachner
Vinay Aditya, geschätzter Lehrer
in Indien, am Indian Council of Astrological Sciences und in den USA,
erklärte in seinem ersten Vortrag über "Jupiters Weisheit
und Merkurs Intellekt - Mythologie und mehr" das Gemeinsame,
wie auch das Unterschiedliche dieser beiden Planeten-symbole.
Schon an der Größe Jupiters und der Kleinheit Merkurs,
aber auch an der Zuordnung Jupiters, als weisen Minister, und Merkurs,
als rebellierender Prinz, im planetaren Kabinett konnte man die Bedeutung
für die Interpretation gut nachvollziehen.
In seinem zweiten Vortrag "Hände auf für´s Handlesen
- ein interaktiver Workshop" konnten die Teilnehmer an den eigenen
Handlinien und Handformen lernen, die wichtigsten Veranlagungen zu erkennen.
Bei Vinay's, dem Kongress nachgeschalteter Workshop "Anwendungen des
Ashtaka Varga in unterschiedlichen Situationen", konnten die Zuhörer
aus seinem reichhaltigen Erfahrungsschatz profitieren. Er besprach ausführlich,
wie diese spezielle Methode der indischen Astrologie besonders vorteilhaft
in Fragen der Wirtschaft, der Partnerschaft und der Gesundheit angewandt
werden kann.
Florian Euringer, Heilpraktiker, Lehrer in indischer Astrologie und
Autor des Buches "Die 27 Frauen des Mondes", das soeben erschienen ist, und gibt seit
1989 jährlich den indischen Mondkalender (Panchang) für Westeuropa heraus.
Er führte in "Der spirituelle Kalender der Veden und das Yoga der Zeit" ein,
in dem er den Nutzen des Panchang aufzeigte, da man in Kenntnis der Zeitqualität und der
entsprechenden Rhythmik den Alltag besser bewältigen kann. Weiters trug er in seinem
Vortrag "Gut oder Böse - wo liegt der Unterschied im Horoskop" über die
vielfältigen Realisierungsformen bestimmter Konstellationen vor.
Parallel dazu trug Ilona Hellmann das Krishna Padhadhti
System vor. Sie verbindet ihre Erfahrungen als Heilpraktikerin in ihrer homöopathischen
Kinderpraxis mit der tiefgehenden Horoskopanalyse und zeigt so Zusammenhänge zwischen
Krankheiten und bestimmten Konstellationen auf. In diesem komplexen System werden der solare
und der lunare Tierkreis, sowie eine weitere Unterteilung in 249 kleine Areale kombiniert.
Nicholas Lewis und Gudrun Schellenbeck,
beide Heilpraktiker, sind die Gründer der Deutschen Gesellschaft für Vedische Astrologie,
leiten die Dirah-Akademie Deutschland und ein Institut zur Ausbildung in vedischer Astrologie und
sind die Autoren vom "Praxisbuch der Vedischen Astrologie". Ihr zweites Buch mit dem
Titel: "Chandra, der Mond in der Astrologie" erscheint demnächst. Sie besprachen
in "Die vielfältigen planetaren Karakas und ihre Interpretation" durch welche
Planeten ein bestimmtes Lebensthema und in welcher Form dieses zum Ausdruck gebracht werden kann.
Maria Luise Mathis, Leiterin der Dirah-Akademie Austria und von
Astromatis®, der Österreichischen Schule für Astrologie, ist Vorsitzende des
Österreichischen Astrologenverbandes und Autorin der Bücher: "In Harmonie mit
dem Kosmos" und "Das Combinbuch - Die neue Methode der Partnerschaftsastrologie".
Sie demonstrierte in "Hoppla Zwillinge - Deutung eines Horoskops für zwei oder mehr
Persönlichkeiten" anhand der Horoskope für eineiige und zweieiiger Zwillingsgeburten,
sogar auch Drillings- und Vierlingsgeburten, wie man trotz ähnlicher oder fast gleicher
Konstellationen die unterschiedlichen Anlagen mit der Combin-Methode erkennen kann.
Nalini, Tom Hopke, genießt innerhalb des American Council of
Vedic Astrology hohe Anerkennung und ist Autor von zwei Büchern: "How to read your
Horoscope" und "The Divine Path of Prediction". Während er in seinem
Workshop über "Spiritualität im Horoskop" aufzeigte, wie man den
persönlichen Weg zwischen freiem Willen und Schicksal finden und gestalten kann.
In seinem ersten Vortrag machte er auf die "10 wichtigen Kriterien und 10 gefährlichen
Fallen in der Horoskopdeutung" aufmerksam. Besonders spannend gestaltete er "Die
besondere Rolle des Aszendentenherrschers in der Horoskop-interpretation" sowohl an
Radices berühmter Persönlichkeiten als auch einiger Teilnehmer.
Schließlich referierte die Inderin Komilla Sutton, Mitbegründerin
der British Association of Vedic Astrology und Dozentin des American Council of Vedic Astrolgoy,
Autorin von "Indische Astrologie", The Lunar Nodes- Crisis and Redemption" und
"Vedic Astrology" über "Die Thitis und ihre Gottheiten".
Sie zeigte damit auf, welche wesentliche Rolle die einzelnen Mondphasen (Thitis) im Charakterbild
eines Menschen spielen. Ihr zweiter Vortrag, "Die Pushkarnavamsas und ihre Bedeutung" war
genauso spannend und aufschlussreich, und beschäftigte sich for allem mit der Frage, warum
manche Personen besonders erfolgreich in der Verwirklichung ihrer Lebensziele sind.
Mag. M.L.Mathis, Vinay Aditya, G.Frischeis, Nikos Miliantis, Werner Helbich, Mag. I.Schachner,
Komilla Sutton
Besonderer Dank gilt den beiden Verantwortlichen Gudrun Schellenbeck, die zusätzlich durch
brillante Übersetzungen überzeugte, und Nicholas Lewis, der mit seiner indologischen
Buchhandlung mit Fachliteratur versorgte, für die gelungene Veranstaltung und deren hervorragende
Organisation in harmonisch freundlicher Atmosphäre. Es war wieder einmal eine gute Gelegenheit
mit Gleichgesinnten aus aller Welt in Kontakt zu treten und deren Gesellschaft zu genießen.
Maria Luise Mathis
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