20.10.2009 DAV TAGUNG vom 2.- 4.10.2009: Die heilenden Kräfte der Astrologie

Vom 2.-4. Oktober 2009 fand - wie jedes Jahr - die Tagung des Deutschen Astrologenverbandes in Bonn statt. Das Gustav-Stresemann-Institut war erneut ein idealer Tagungsort, konnte man doch beim astrologischen Fachsimpeln trotz fortgeschrittener Jahreszeit zu Mittag die Sonnenstrahlen, am idyllischen Teich sitzend, genießen.

Dem heiklen wie auch anspruchsvollen Tagungsthema: „Die heilenden Kräfte der Astrologie“ wurden die Referenten mehr als gerecht.


[©Foto: Eva Stangenberg]

Gleich nach der Begrüßung durch den 1.Vorsitzenden Dr. Christoph Schubert-Weller bot Eva Stangenberg in Ihrem Vortrag eine schauspielerische Einlage: „Das Schokoladen-Mädchen. Wo das Problem ist, da ist auch die Lösung.“ Sie machte anhand der einzelnen Planetensymbole (innere Teilpersönlichkeiten) klar, dass es sich lohnt, das Problem zu analysieren und zu hinterfragen. Denn hinter so mancher Sucht liegt oft eine tiefe Sehnsucht. Vor allem ein verdrängter Persönlichkeitsanteil wird oft zum Problem. Die Lösung des Problems kann gelingen, indem dieser bewusst gemacht und auf eine reale Art und Weise gelebt, bzw. gestillt wird. Die Entfaltung des bisher ungelebten Potentials kann für die Gesundheit sehr förderlich sein.


[©Foto: Markus Jehle und Dr. Christoph Schubert-Weller ]

Markus Jehle teilte seinen Vortrag „Zauberworte für die Seele – Die heilsamen Aspekte astrologischer Beratung“ in drei Teile. Er verwies unter anderem im ersten Teil auf die Tatsache, dass eine gute Horoskop-Interpretation nicht gleichzeitig auch eine gute Beratung sein muss. Dazu seien weitere Kompetenzen notwendig. Damit eine Beratung gelingt, muss zuerst eine Beziehung zum Klienten aufgebaut werden, bzw. „gelingen“. Weiters setzt er voraus, dass der Klient Gelegenheit haben soll, sein Anliegen zu schildern, denn im Problem sind auch die Lösungen enthalten. Letztlich kostet eine gute Beratung auch Geld. Im zweiten Teil ging er auf die Kennzeichen professionellen Beraterverhaltens ein, wie z.B. dass sich der Klient verstanden gefühlt hat oder dass sich der Berater klar ausgedrückt hat. Im dritten Teil seines Vortrages vertrat er die Auffassung, eine Beratung ist dann heilsam, wenn der Klient sich selbst kennengelernt hat und neue Einsichten gewonnen hat. Es ist wichtig, dass der Klient durch die astrologische Beratung mehr mit seinen persönlichen Bedürfnissen in Kontakt gekommen ist und mit Zuversicht in die Zukunft blicken kann. Wenn in nächster Zeit viele Menschen in die Krise geraten, dann wird vermutlich die professionelle astrologische Beratung eine wichtige Rolle in der Gesellschaft spielen.


[©Foto: Sabine Bends & Christopher Weidner ]

Am nächsten Morgen wurde es mit der Astrosystemischen Aufstellungsarbeit als Anregung zur Selbstheilung spannend: „Steh auf und geh!“ mit Sabine Bends & Christopher Weidner. Die beiden erklärten auf anschauliche Art und Weise, dass „Heilung die Herstellung einer natürlichen Ordnung ist.“ Heilsein, als inneres Bild der Ordnung meines „Gartens“ verstehen sie mehr als einen Prozess der Balance zwischen „Nützlingen und Schädlingen“ als die „Verwendung von Schneckenkorn“. Der Prozess der Balance wird eingeleitet durch die Frage nach der Quelle der Kraft, die mir zur Heilung gegeben ist. Die Quelle der Kraft wird durch den AC definiert. „Wovon muss ich mich lösen, damit Heilung gelingen kann?“ kann aus dem 2. Quadranten und vor allem dem IC abgelesen werden. „Welche Umgebung ist heilsam für mich?“ finden wir im 3. Quadranten, dem Begegnungsquadranten, und am DC beantwortet. Schließlich kann man am MC bzw. am vierten Quadranten ablesen, wie das Wunder der Heilung erfahren werden kann.


[©Foto: Astrosystemische Aufstellungsarbeit ]

An einem praktischen Beispiel konnte jedermann nachvollziehen, wie durch „aufstehen und gehen“ an einen „besseren Platz“ verbunden mit einem „besseren Gefühl“ Bewegung ins System gekommen ist, die eine Lösung bewirken kann.


[©Foto: Sonja van Slooten ]

Die Heilpraktikerin und Astrologin Sonja van Slooten erklärte „Heilen mit dem Stundenhoroskop“ durch ein Ungleichgewicht der Elemente (Erde, Wasser, Feuer, Luft) und der Humores (kalt, warm, feucht und trocken) im Fragehoroskop des Klienten. So erkennt sie die Krankheitsursache aus dem Horoskop. Durch entsprechendes verändertes Verhalten oder/und durch eine veränderte Ernährung kann die Wiederherstellung des Gleichgewichtes begünstigt werden.


[©Foto: Petra Dörfert ]

Petra Dörfert gab einen historischen Überblick über „Die großen Volkskrankheiten im Spiegel der Astrologie.“ Pluto in Zwillinge (1884 – 1913/14) der dem Nervensystem zugeordnet wird, war die Zeit, in der vermehrt Hysterie und Schreikrämpfe aufgetreten sind. Pluto in Krebs (1914 – 1937/38),der dem Magen entspricht, bringt Mangelerscheinungen durch schlechte Ernährung an Licht, während unter Pluto in Löwe (1938 – 1956/58), analog zum Herzen, verstärkt Herz- Kreislaufprobleme aufgetreten sind, die durch die Fresswelle als Nachholbedarf auf die Hungersnöte nach dem Krieg bzw. den Stress der Wiederaufbauzeit ausgelöst wurden. Unter Pluto in Jungfrau (1958 – 1871/72) war entsprechend dem Darm und der Verdauung ein starker Anstieg der Allergien zu verzeichnen, die durch den Einsatz der Lebensmittelchemie erklärbar erscheint. Mit Pluto in Skorpion (1983/84 – 1995) wurden analog zu den Sexualorganen erstmalig Fälle von AIDS diagnostiziert. Schließlich ist unter Pluto in Schütze (1995 – 2008), dem Symbol für Expansion und Fülle, sind Adipositas contra Schlankheitswahn eine der häufigsten Erkrankungen gewesen. Typisch für diese Zeit ist die Tatsache, dass Junkfood und Kleidergrößen im XXXL Format zugenommen haben, während man gleichzeitig auf der Bühne ausgehungerte Models bewunderte.


[©Foto: Seyhan Tüzün ]

„Quantum-Heilung und Astrologie“ hieß der spannende Vortrag von Seyhan Tüzün. Sie definierte Quantum als die kleinste Einheit einer physikalischen Menge, die unabhängig von äußeren Krafteinwirkungen existiert. Das Phänomen der Quantumverwicklung, dass 2 Quanten, die jemals zusammen waren, für immer miteinander verbunden bleiben, unabhängig von Zeit und Raum, führt laut Tüzün zur Erkenntnis, dass Heilung in der Quantenwelt augenblicklich geschieht. Krankheit und Heilung gehören zusammen, sie bilden zusammen eine Einheit. Der Augenblick alleine zählt! Indem wir unseren Kampf (Mars), unsere Kontrolle (Saturn), unseren Zwang (Pluto) unsere Ängste und Bedürftigkeiten (Mond) und unsere Zweifel (Merkur) loslassen, sind wir fähig im Augenblick (Chiron), mit Vertrauen (Jupiter) und Hingabe (Neptun) die Herzenergie (Venus) fließen zu lassen. Dann kann Quantum-Heilung geschehen.

[©Foto: DI Walter Lutz ] [©Foto: Arjun Chakraborty ]

In zwei Kurzvorträgen konnte man von den astrologischen Erfahrungen des achtundachzigjährigen Dipl.-Ing. Walter Lutz bei „Astrologische Möglichkeiten zum Vernmögenserhalt und Vermögenserwerb.“ profitieren. Und Arjun Chakraborty aus Kalkutta erklärte, wie man im Ayurveda das Gleichgewicht der Tridosas (Vata, Pitta, Kapha) hält und welche Verhaltensweisen bei bestimmten Planetenkonstellationen für die Gesundheit nützlich sind.


[©Foto: Fred Küster ]

Fred Küster führte mit seinem Vortrag: „Mit der Seele heilen - Gesundheit durch inneren Dialog“ in die HUNA-Prinzipien, eine alte Hawayanische Tradition, ein. Die Schlüsselworte bedeuten: „IKE – Die Welt ist das, wofür Du sie hältst“. „KALA – Es gibt keine Grenzen.“ „MANKIA – Die Energie folgt der Aufmerksamkeit.“ „MANAWA – Jetzt ist der Augenblick der Macht.“ „ALOMA – Lieben heißt, glücklich sein mit …“ „MANA – Alle Macht kommt von Innen.“ PONO – Wirksamkeit ist das Maß der Macht.“ Schließlich sind folgende Merksätze für die Heilung wichtig:
1) Vertraue auf Dich selbst!
2) Segne die Gegenwart!
3) Erwarte das Beste!

[©Foto: Manfred Magg ] [©Foto: Mirjam Schneider ] [©Foto: Meggi Widmann ]

„Michael Jacksons Hand und Horoskop“ wurde anschaulich in einem Kurzvortrag erklärt durch Manfred Magg. Während Mirjam Schneider Ihre Forschungen über die „Intelligenz im Horoskop“ an den Größen der Weltgeschichte demonstrierte. Schließlich bringt Meggi Widmann, wie man in 6 Schritten eine astrologische „Focusing“-Beratung durchführt. Der letzte Kurzvortrag von Ingrid Stachetzki ging in „Deklinationsparallelen“ auf die vielfach unbeachtete Bedeutung der Deklinationen im Radix und in den Direktionen ein.


[©Foto: Friedel Roggenbuck ]

Faszinierend waren auch die Beispiele von Friedel Roggenbuck, die er zu seinem Thema: „Zeitgeist, Therapien, Ihre Pioniere und ihre archetypischen Signete.“ Er spannte den Bogen von Sai Baba, Bhagwan Rashneesh, B.F. Skinner, über Sigmund Freund, Adler und C.G.Jung, Wilhelm Reich zu Ida Rolf zu Fritz Perls, um nur einige davon zu nennen.


[©Foto: Holger A.L.Faß ]

Am Abend konnten wir herzlich lachen beim Kabarett „Gefasst bleiben“ von Holger A.L.Faß, der mit seinem köstlichen Humor und seinen schauspielerischen Darbietungen alle beeindruckte.


[©Foto: Wilfried Schütz ]

Am nächsten Morgen erklärt Wilfried Schütz in „Schicksal, Antrieb zur Heilung“ wie es zur Entstehung der verzauberten neurotischen Welt kommt. Er meint, erst durch das „Urteil“ zerfällt die Welt in Gut und Böse, in ICH und DU, in Gesundheit und Krankheit. Die nach außen projizierte, abgelehnte bzw. nicht gelebte Energie wird zur Erscheinung in der Außenwelt, zum Schicksal, d.h. eventuell zur Krankheit. Ihre Absicht ist einzig und allein uns heile zu machen, im ganzheitlichen Sinn.


[©Foto: Wolfhard H. König ]

Den letzten Vortrag hielt Wolfhard H. König über „Die Konfliktdynamik von Essstörungen im Horoskop“. Er schildert aus seinem Klinikalltag von Fällen der Anorexie (Magersucht), Bulemie und Adipositas (Fettsucht). Alle drei Formen der Krankheit führt er auf einen Trennungs-Abhängigkeitskonflikt zurück, der im Horoskop häufig durch Mond/Neptun oder durch Mond/Saturn ersichtlich ist. Er als Therapeut muss mit dem Klienten entsprechend der Entwicklungspsychologie verschiedene Schritte nachholen, damit die Separation bzw. Individuation aus der unnatürlichen Symbiose und damit die Heilung gelingen kann.

Mit einer interessanten Podiumsdiskussion mit den Referenten wurde die gelungene Tagung beendet.


[©Foto: Reinhard Stiehle ]

[©Foto: Wolfgang Peterat ]

Besonders lobend soll die gastronomische Versorgung im Gustav-Stresemann-Institut erwähnt werden. Köstliche und abwechslungsreiche Mahlzeiten wurden von freundlichen Köchen in schönem Ambiente serviert. Da konnte man gemütlich plaudern und Erfahrungen austauschen. Auch das Angebot an Reihard Stiehle’s Büchertisch war vielfältig, dass man gar nicht vorbei gehen konnte, ohne zu kaufen. Und schließlich demonstrierte Wolfgang Peterat die allerletzten Neuigkeiten der Astroplus-Software. Zur Augenfreude wurden auch diverse Accessiores mit astrologischen Motiven angeboten.


[©Foto: D. Tmoszewski ]

Den Veranstaltern und Organisatoren, wie auch den vielen Helfern und Helferinnen im Hintergrund sei Dank und Anerkennung ausgesprochen. Wir kommen sicher gerne wieder!

©  Mag. Maria Luise Mathis

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