21.01.2008 Astronomie kontra oder für Astrologie?

Es gibt viele Astrologen, die sich mit Astronomie beschäftigen. Sie wissen genau, welche Himmelserscheinungen in ihren Horoskopen symbolisch dargestellt werden. Aber es gibt nur wenige Astronomen, die sich ernsthaft mit Astrologie auseinandersetzen.

Woran kann es liegen, dass so manche Astronomen sogar Berührungsängste haben, wenn das Thema Astrologie zur Sprache kommt. Liegt es vielleicht daran, dass sich Astronomen mit den rein naturwissenschaftlichen Fakten „toter Materie“ beschäftigen, während sich die Astrologen mit dem Sinn der planetaren Zyklen und deren Entsprechungen für das „Leben“ auseinandersetzen?

Unumstritten ist jedenfalls, dass Astrologie ein ständig wachsender Wirtschaftszweig ist, der immer mehr an Bedeutung gewinnt. Diese Berufsgruppe ist bereits jahrelang an der Kammer etabliert und um der steigenden Nachfrage an professionellen Astrologen und Astrologinnen gerecht zu werden, ist eine seriöse Ausbildung besonders wichtig.

Wissenschaftliche Untersuchungen von Edgar Wunder haben erwiesen, dass Astrologie von jenen als hilfreich empfunden wird, die sich persönlich mit professioneller Astrologie auseinandergesetzt haben. Er hat ebenso herausgefunden, dass die „Gegner“ dieser königlichen Disziplin eher unter jenen Menschen zu finden sind, die meist gar keine Erfahrung mit Astrologie gemacht haben. Weder im Buch von Andreas Hergovich über „Die Psychologie der Astrologie“ und schon gar nicht im Artikel im Wochenmagazin „profil“ (Nr.1) vom 2.1.2007 kann man ein sachlich fundiertes Wissen über Astrologie erkennen.

Es kann nicht oft genug betont werden, dass Astrologie, die Lehre von der „Zeitqualität“ sich mit den symbolischen „Entsprechungen“ der Himmelserscheinungen und den Ereignissen auf der Erde befasst. Aus diesem Grund arbeiten Astrologen mit dem geozentrischen Koordinatensystem, sie interpretieren den Lauf der Gestirne von der Erde aus gesehen. (Auch ein Astronom erlebt täglich einen Sonnenauf- und Untergang, und keinen Erdaufgang!)

Für Astroligen ist es wichtig, die „Zeichen des Himmels“ als „Zeichen der Zeit“ zu lesen und für das weltliche geschehen zu interpretieren. Mittlerweile bestätigt die Quantenphysik die schon immer bestehende Annahme der Astrologen, dass alles mit allem zusammenhängt, und das der Grundsatz der Astrologie „Wie oben so unten“ mehr denn je Gültigkeit besitzt.

Entsprechend dem Gesetz der "Synchronizität" kann ein Mensch nur zu einer bestimmten Zeit geboren werden, nämlich dann, wenn seine "Qualität" mit der "Zeitqualität" übereinstimmt. Naturwissenschaftliche Untersuchungen über die Wirksamkeit der Astrologie, die das Fehlen "kausaler Zusammenhänge zwischen den Gestirnen und dem irdischen Geschehen bestätigen, gehen daher am Wesen der Astrologie vorbei, weil Kausalität nicht die Voraussetzung für das Funktionieren dieser ehrwürdigen Disziplin ist.
Schließlich ist die Astronomie aus der Astrologie hervorgegangen, und ihre Bedeutung für die Kulturgeschichte der Menschheit kann von niemandem übersehen werden. Seit Jahrtausenden dient die Astrologie dem Menschen als Orientierung und Entscheidungshilfe.

Aus dem professionell erstellten Horoskop, (dazu ist der Geburtstag, die Zeit und auch der Ort der Geburt notwendig) können Talente, Potentiale, Wachstums- und Entwicklungsmöglichkeiten einer Person interpretiert werden. Die moderne ganzheitliche Asrolo9gie wird daher von mündigen und intelligenten Menschen genutzt. Sie bekräftigt und unterstützt diese in ihrer Entscheidungsfindung und Eigenverantwortlichkeit, indem sie entsprechend der Zeitqualität mögliche Perspektiven aufzeigt.

Ich Lade alle Astronomen ein, sich mit uns Astrologen an einen Tisch zu setzen und über die Gemeinsamkeiten, wie auch über die Unterschiede von Astrologie und Astronomie zu diskutieren. Gerne begrüßen wir „Personen, die sich wirklich mit den himmlischen Dingen auskennen“, wie Frau Univ. Prof. Dr. Sabine Schindler (Präsidentin der Österreichischen Gesellschaft für Astronomie und Astrophysik), Herrn Josef Horn, vom Institut für Astronomie der Universität Wien sowie Herrn ao. Univ.-Prof. Mag. Dr. Andreas Hergowich, von der Fakultät für Psychologie, Institut für Psychologische Grundlagenforschung, zu einem aufklärenden Gespräch über Astrologie.

Mag. Maria Luise Mathis

Präsidentin des Österreichischen Astrologenverbandes
Berufsgruppensprecherin der Astrologen NÖ

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