21.01.2008 Die Indische Astrologie

Es gibt viele gute Gründe, sich mit indischer Astrologie auseinander zu setzen.

1)Die Wurzeln der Astrologie Wer sich mit den Wurzeln der Astrologie beschäftigt, landet u.a. bei der indischen Astrologie, die in ihrem Herkunftsland "Jyotish" (die Lehre vom Licht) genannt wird. Die zunehmende Verbreitung im Westen erfolgt mehrheitlich unter dem Begriff "Vedische Astrologie". Sie ist Bestandteil der Vedischen Schriften, die auf das Jahr 3900 v. Chr. datiert werden. Persische, arabische, indische und griechische Astrologie haben sich über Jahrhunderte hinweg gegenseitig ausgetauscht und befruchtet, was man an vielen gleichlautenden astrologischen Begriffen erkennen kann.

2)Kontinuierliche Anwendung über mehrere Jahrtausende Die indische Astrologie wurde in ihrer Ganzheit lebendig erhalten, indem sie bereits mehrere Jahrtausende ein anerkannter und damit auch integrierter Bestandteil der indischen Kultur ist. Alle Bereiche des Lebens, wie z.B. die weltlichen, spirituellen, finanziellen, emotionellen, mentalen, persönlichen, familiären und gesellschaftlichen, werden vom Geist der Astrologie durchdrungen und getragen.

3)Spiritualität ist ein wichtiger Bestandteil In der indischen Astrologie spielt die spirituelle Ebene eine wichtige Rolle. Als Symbolsprache des Universums dient sie der Entwicklung und Selbsterkenntnis der menschlichen Seele. Mittels der indischen Astrologie zeigen die großen indischen Rishis (Weisen) den Weg der Bewusstseinserweiterung auf, wie man die vier Lebensziele: Dharma (die Pflichten des Lebens), Artha (den Lebensunterhalt bestreiten), Kama (Befriedigung der Bedürfnisse) und Moksha (Erlösung, innerer Frieden) erreichen kann.

4)Der siderische Tierkreis Während die abendländischen Astrologen vor etwa 2000 Jahren den "tropischen" Tierkreis eingeführt haben, der durch die Sonneposition bei Tag- und Nachtgleiche am Äquator bei Frühlingsbeginn mit 0 Grad Widder definiert ist, sind die indischen Astrologen beim ursprünglichen, "siderischen" Tierkreis geblieben. Siderisch bedeutet: "Auf die Sterne bezogen!", d.h. die Tierkreiszeichen stehen in Zusammenhang mit der Position der Fixsterne, wobei der Fixstern Spica 0 Grad Waage entspricht. Bei der Einführung des tropischen Tierkreises stimmten die beiden Tierkreise überein. Durch die Präzession der Erdachse beträgt im Jahre 2008 die Differenz zwischen dem tropischen und dem siderischen Tierkreis, das sogenannte Ayanamsa, fast 24 Grad.

5)Der solare und lunare Tierkreis Die indische Astrologie unterteilt den Fixstenhimmel in zwei Tierkreise:
a) Im solaren Tierkreis wird der jährliche scheinbare Weg der Sonne durch die Tierkreiszeichen berücksichtigt, wobei der Fixstern Spica 0 Grad Waage entspricht. Dieser Tierkreis besteht aus 12 gleichgroßen Tierkreiszeichen und wird als siderischer Tierkreis bezeichnet.
b) Der lunare Tierkreis besteht hingegen aus 27 Stationen, den sogenannten Nakshatras, wobei der tägliche Weg des Mondes durch die Fixsternbilder beachtet wird. Der Tierkreis des Mondes ist wesentlich älter als der der Sonne und ist rein indischen Ursprungs. Die indische Astrologie wird aus diesem Grund auch gerne als Mondastrologie bezeichnet. Durch diese weitere Ausdrucksebene ist eine noch tiefere Interpretation der kosmischen Zeitqualität möglich.

6)Einzigartige Methoden Zahlreiche einzigartige Methoden der indischen Astrologie, wie z.B. Yogas (bestimmte planetare Konstellationen), Vargas (Segmenthoroskope), Dashas und Bhuktis (Unterteilung der planetaren Entsprechungen in bestimmte Lebensabschnitte ) ermöglichen die Zeichen der Zeit zu erkennen und für sich zu nutzen. Die Kraft der Edelsteine, Farben, Verhaltensweisen, bestimmter ritueller Handlungen und das Rezitieren von Mantras wird zur persönlichen Harmonisierung eingesetzt. Schließlich ist die indische, vedische Astrologie seit jeher mit Ayurveda verknüpft.

7)Die Ausbildung erfolgt: durch den Besuch unserer Seminare in "Vedischer Astrologie" durch die Fernkurse der "Dirah-Akademie-Austria". Details finden Sie unter www.astrovedic.at. Beratungen in vedischer Astrologie bitte telefonisch unter 02252 / 86266 oder per Email office@astromatis.at vereinbaren.

Mag. Maria Luise Mathis

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